Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für die Nutzung der SaaS-Plattform "Zuwab" (nachfolgend "Dienst"), betrieben von Hamza Iqbal, handelnd unter der Bezeichnung „ZUWAB“, Heidbreede 2, 49504 Lotte (nachfolgend "Anbieter").
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, insbesondere Gewerbetreibende im Bereich Hausmeisterservice, Facility Management und Gebäudewirtschaft (nachfolgend "Kunde"). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen. Mieter und Bewohner der vom Kunden verwalteten Objekte (nachfolgend "Mieter") nutzen das Mieter-Portal unentgeltlich auf Einladung des Kunden; mit ihnen kommt kein entgeltlicher Vertrag zustande.
(3) Abweichende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte Plattform zur Verfügung, die je nach gebuchtem Tarif folgende Leistungen umfasst:
- Verwaltung von Objekten, Einheiten und Mietern
- Entgegennahme und Bearbeitung von Schadensmeldungen
- Einsatzplanung und -dokumentation mit Foto-Dokumentation und Checklisten
- Wartungsplanung und -überwachung
- Rechnungserstellung
- Berichtserstellung (PDF-Export)
- Mieter-Portal mit QR-Code-Registrierung
- Miet-Status-Übersicht
(2) Der Dienst wird als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet bereitgestellt. Der Kunde erhält keinen Anspruch auf die Überlassung der zugrunde liegenden Software.
(3) Der jeweils aktuelle Funktionsumfang der einzelnen Tarife ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website ("Funktionen" und "Preise").
§ 3 Vertragsschluss und Testphase
(1) Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf der Plattform und deren Freischaltung durch den Anbieter zustande. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, als Unternehmer zu handeln.
(2) Die ersten 30 Tage nach Registrierung sind kostenlos (Testphase). Während der Testphase kann der Kunde den Dienst im Umfang des gewählten Tarifs nutzen. Die Angabe von Zahlungsdaten ist für die Testphase nicht erforderlich.
(3) Die Testphase endet automatisch und geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Bucht der Kunde bis zum Ablauf der Testphase keinen kostenpflichtigen Tarif, wird der Zugang gesperrt; es entstehen keine Kosten. Die Daten des Kunden bleiben für 90 Tage zum Export erhalten (§ 10 Abs. 4) und werden danach gelöscht.
(4) Schließt der Kunde während der Testphase ein Abonnement ab, beginnt der kostenpflichtige Bezug mit Ablauf der ursprünglichen Testphase; eine Verlängerung der Testphase durch den Abschluss findet nicht statt.
§ 4 Leistungsumfang und Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter schuldet eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 % im Jahresmittel am Übergabepunkt (Rechenzentrumsausgang). Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster, Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters sowie höhere Gewalt.
(2) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst technisch weiterzuentwickeln und anzupassen, solange der vertraglich vereinbarte Funktionsumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird.
(3) Regelmäßige Backups der Daten werden vom Anbieter durchgeführt.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Die aktuell gültigen Preise sind auf der Website unter dem Punkt "Preise" einsehbar. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet; alle Preise sind Endpreise.
(2) Die verfügbaren Tarife und deren Funktionsumfang ergeben sich aus der jeweils aktuellen Preisübersicht auf der Website.
(3) Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Abrechnungszeitraum monatlich oder jährlich im Voraus. Bei jährlicher Zahlung wird ein Rabatt von bis zu 15 % gewährt.
(4) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.). Verfügbare Zahlungsarten sind insbesondere Kreditkarte und SEPA-Lastschrift.
(5) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach erfolglosem Ablauf einer Nachfrist von 14 Tagen bis zum Ausgleich der offenen Forderung zu sperren. Die Pflicht zur Zahlung des Entgelts bleibt von der Sperrung unberührt. Die gesetzlichen Verzugsfolgen bleiben unberührt.
(6) Der Anbieter behält sich vor, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zum nächsten Abrechnungszeitraum anzupassen. Bei Preiserhöhungen hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung.
(7) Ein Tarifwechsel ist jederzeit möglich. Bei einem Upgrade wird der Restbetrag des laufenden Abrechnungszeitraums anteilig verrechnet; ein Wechsel von jährlicher zu monatlicher Abrechnung wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde verpflichtet sich:
- Seine Zugangsdaten geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben
- Den Dienst nur im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen
- Keine rechtswidrigen Inhalte über den Dienst zu verbreiten oder zu speichern
- Den Anbieter unverzüglich über erkannte Sicherheitsvorfälle zu informieren
- Seine Vertrags- und Rechnungsdaten aktuell zu halten
(2) Der Kunde ist für die Inhalte, die er oder seine Nutzer (einschließlich Mieter) über den Dienst hochladen, verantwortlich. Bei Fotos von Personen stellt der Kunde sicher, dass die Aufnahme und Speicherung zulässig ist.
(3) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen Absatz 1 oder 2 ist der Anbieter nach erfolgloser Abmahnung berechtigt, den Zugang zu sperren und den Vertrag außerordentlich zu kündigen.
§ 7 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten der Mieter und Mitarbeiter des Kunden im Auftrag des Kunden. Einzelheiten regelt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO, der Bestandteil dieses Vertrags ist.
(2) Anwendungs- und Foto-Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert und verarbeitet. Eine Übermittlung in Drittländer findet nur im Rahmen der Zahlungsabwicklung über Stripe statt (siehe Datenschutzerklärung).
§ 8 Mieter-Nutzung
(1) Der Kunde kann Mietern über QR-Codes und Einladungslinks Zugang zum Mieter-Portal gewähren. Die Registrierung der Mieter erfolgt freiwillig.
(2) Der Kunde ist als datenschutzrechtlich Verantwortlicher dafür zuständig, seine Mieter über die Datenverarbeitung im Rahmen der Nutzung des Dienstes zu informieren.
(3) Die Nutzung des Mieter-Portals ist für Mieter kostenlos. Die Kosten trägt der Kunde im Rahmen seines Tarifs.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, d. h. solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Die Haftung für Datenverlust wird auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefährdungsgerechter Anfertigung von Sicherungskopien eingetreten wäre.
(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz.
§ 10 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Kunde kann den Vertrag jederzeit zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums (Monat bzw. Jahr) kündigen; der Anbieter mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende des Abrechnungszeitraums.
(2) Die Kündigung kann über die Kündigungsfunktion im Verwaltungsbereich, über die Seite "Vertrag kündigen" oder in Textform (E-Mail an info@zuwab.de) erklärt werden.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Nach Vertragsende (Ablauf der bezahlten Laufzeit) hat der Kunde 90 Tage Zeit, seine Daten über die Export-Funktionen herunterzuladen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Plattformdaten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 11 Änderung der AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen ändern, soweit die Änderung für den Kunden zumutbar ist und wesentliche Regelungen des Vertragsverhältnisses (insbesondere Leistung und Entgelt) nicht zu seinem Nachteil verändert werden. Die Änderung wird dem Kunden per E-Mail mitgeteilt.
(2) Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Auf diese Folge wird der Kunde in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen. Im Falle des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Die Aufrechnung ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: Juni 2026